„Leben nach dem Kies“

Bornhöved – 2005

Auslober
Amt Bornhöved mit Aktionsgruppe „Holsteins Herz“

Fläche
2.500 ha

Projektpartner
Steffens Meyer Franck, Architekten und Stadtplaner, Lübeck

„Leben nach dem Kies“

Bornhöved – 2005

Ideenwettbewerb mit Realisierungsteil – 2. Rundgang

Mit dem "Geo-Park Holstein" entsteht etwas in Norddeutschland bisher Unvergleichbares, das die Geschichte der Eiszeit in ihren mannigfaltigen Facetten erlebbar werden lässt. Auf einem großen Freigelände und ausgedehnten Wegen begegnet man Spuren der Vergangenheit rund um den Kies. Damit wird die von den Abbauflächen geprägte Landschaft neu interpretiert.

Die drei Themenbereiche des Parks sind in ihrer Grundform drei eiszeitlichen Findlingen nachempfunden: mit „Wissen“, „Spiel und Sport“ sowie „ Kunst“. Das Besucherzentrum liegt inmitten der drei ovalen Figuren, die durch einen jeweils 4 bis 6 km lange Rundweg bestimmt werden.

Zu den „Wissens“-Stationen zählen das Forum Musik und Theater, die Fossiliengrube, die Natur-Box und Archäologie auf dem Grimmelsberg. Zentraler Ausgangspunkt des südlichen Ovals ist die Kunstscheune in der Schnittmenge zweier Rundwege auf dem ehemaligen Hof Burade, mit Ateliers, Wohnräumen sowie ein einem Café. Auf dem „Kunst“-Weg begegnet man künstlerischen Spielarten des Kiesthemas: mit dem Japanischen Garten, Landartobjekte mit Findlingen, Holz, Metall wie auch farbenfrohe, überdimensionierte Mikados, die auf der Kunstwiese Rindern als Scheuerpfähle dienen.

Durch einen mehrere Meter hohen Stoffvorhang, der quer durch eine ausgekieste Grube gespannt wird, entstehen an anderer Stelle neue, verblüffende Sichtweisen in einer vermeintlich bekannten Landschaft. Grubenkrater, Brüche, Sand und Kies: Die Wüste lebt.